Heizungs-Check 2.0

Die europäische Gebäuderichtlinie EPBD (Energy Performance of Buildings Directive) fordert in Artikel 14 eine einmalige energetische Inspektion von Heizungsanlagen. Nach DIN EN 15378 kann diese durch ein vereinfachtes Verfahren mittels Checkliste – dem sogenannten Heizungs-Check – erfolgen. Das Verfahren, welches ursprünglich bereits im Jahr 1991 dem Umweltbundesamt als Tischvorlage zur Novellierung der 1. BImSchV dem TÜV Süd vorgeschlagen wurde, konnte später mit moderner Messtechnik umgesetzt werden. Im Jahr 2008 wurden erste Feldtests vom SHK- und Schornsteinfegerhandwerk in ganz Deutschland durchgeführt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse flossen in den Heizungs-Check ein, der dann flächendeckend in Deutschland angeboten wurde. Zwei Drittel der Heizungs-Betreiber haben nach dem Heizungs-Check zusätzliche Energiesparmaßnahmen, z. B. Pumpenaustausch, Dämmung der Rohre oder / und einen hydraulischen Abgleich, durchführen lassen.

Im Jahr 2015 wurde das Verfahren erweitert, so dass nun auch feste Brennstoffe sowie regenerative Energien bei der Ermittlung des Verbesserungspotentials Berücksichtigung finden. Ein weiterer Feldversuch wurde Anfang 2015 mit allen beteiligten Gewerken, einem Softwarehersteller und Wöhler als Hersteller modernster Messinstrumente erfolgreich durchgeführt. Künftig wird der Heizungs-Check weiter gefördert, um die Modernisierung des Anlagenbestandes voranzutreiben. Dies betrifft in Deutschland ca. sieben Millionen Gas- und Ölheizungsanlagen, so dass ein enormes Potenzial zur Energieeinsparung besteht. Der Heizungs-Check, der als erstes standardisiertes Verfahren zur Komplettüberprüfung von Heizungsanlagen entwickelt worden ist, liefert nach wie vor ein schnelles und umfassendes Ergebnis direkt vor Ort.

Alle Komponenten einer Heizungsanlage wie Wärmeerzeuger, Wärmeverteilung und die Wärmeübergabe werden unter energetischen Gesichtspunkten mit Hilfe eines Checklistenverfahrens inspiziert. Bei der Wärmeerzeuger wird zudem messtechnisch der Abgasverlust, der Oberflächenverlust, der Ventilationsverlust und ggf. der Brennwert-Check durchgeführt. Dabei werden Verbesserungspotenzialpunkte ermittelt. Je mehr Punkte erreicht werden, desto höher ist das Einsparpotenzial durch Modernisierungsmaßnahmen. Der Inspektionsbericht kann dann dem Kunden direkt vor Ort erläutert werden. Dies trägt zur Entscheidungsfindung des Nutzers für den Austausch des Heizkessels, für sonstige Optimierungen an der Heizungsanlage sowie Alternativlösungen bei.

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