Intelligente Messtechnik ist mehr als smart

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Das Abgasmessgerät Wöhler A 450 ist für Wartungs- und Einstellarbeiten, Abgasverlustbestimmung, Brennereinstellung, Differenzdruck- und Gasdruckmessung u.v.m. geeignet. Trotz der geringen Größe bietet das Gerät einen großen Bildschirm, denn das hochauflösende 5" Farbdisplay bedeckt die gesamte Gerätefront. Das robuste Gehäuse und der hohe Messbereich der CO-Messzelle von bis zu 100.000 ppm (je nach Ausstattung) sorgen für Sicherheit und eine lange Lebensdauer. Optional kann das Messgerät mit einem NO-Sensor ausgestattet werden. Zur Datenübertragung verfügt das Gerät über eine WLAN-, USB- und eine IR-Schnittstelle.

„Digitalisierung“ ist das Schlagwort, das heute in kaum einer Diskussion der Branche fehlt. Dabei ist unbestritten, dass die Einführung digitaler Prozesse überwiegend Vorteile bringt. Zum Selbstzweck sollte sie jedoch nicht werden. Das gilt auch und in besonderem Maße für die Messtechnik. Unterschiedliche Messsituationen erfordern nämlich unterschiedliche Vorgehensweisen.

Kundendienstmonteur Christian Michel führt die Abgassonde in die Messöffnung ein und verschafft sich über die Messanzeige einen Überblick.
Bei großen Anlagen liegen Messöffnung und Brenner häufig weit auseinander, wie hier an einer 895 kW-Heizungsanlage des Nettebades in Osnabrück.
Während der Monteur die Einstellungen am Brenner vornimmt, lässt er sich die Messwerte auf dem Tablet anzeigen. Dorthin werden sie per WLAN übertragen.
Seit 2009 ist die Profi-Wärme-Service GmbH Mitglied im Wöhler-Power-Partner Programm. Das Unternehmen kann damit auf eine ganze Reihe von Vorteilen und Services zurückgreifen, die den Arbeitsalltag erleichtern.
An der 20 kW-Gasbrennwertheizung in einem Privathaushalt führt der Monteur die Abgasmessung ohne die App durch. Hier arbeitet er am schnellsten mit dem großen Touchscreen.
Der Ausdruck der Messwerte verbleibt grundsätzlich an der Therme, so dass sie im Störfall immer verfügbar sind.
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Woehler_Objektreportage_Osnabrueck.pdf

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Auch bei der Profi-Wärme-Service GmbH (PWS) in Osnabrück steht dieses Thema regelmäßig auf der Agenda. Seit den Zeiten, als die drei Gründungsmitglieder 1993 mit dem U-Rohr-Manometer unterwegs waren, hat sich inzwischen einiges geändert. In diesem Frühjahr feierte die inzwischen fünfzehn Kollegen zählende Truppe ihr 25jähriges Firmenjubiläum. Die Stärke von PWS sind Komplettlösungen rund um Heizung und Bad. Zu ihrem Angebot gehören Planung, Installation und Wartung von Feuerungsanlagen für Gas, Ölheizungen oder feste Brennstoffe. Dabei sind die Geschäftsführer regelmäßig selbst vor Ort, um Kunden umfassend zu betreuen. Sie kennen also die Anforderungen der Praxis sehr genau.

Bei heute über 1000 Wartungsverträgen mit Privathaushalten und einer Reihe großer Industriekunden zahlt sich inzwischen aus, dass die Profi-Wärme-Service GmbH schon sehr früh darauf setzte, Arbeitsabläufe digital zu organisieren. „Die hohe Arbeitsauslastung zum aktuellen Zeitpunkt wäre anderes gar nicht zu bewältigen“, ist sich Geschäftsführer Jörg Berger sicher. Allerdings darf die Digitalisierung nicht dazu führen, dass vorgegebene Arbeitsabläufe die Mitarbeiter einengen, denn der Betrieb setzt in hohem Maße auf die Eigenverantwortung der Kundendienstmonteure. Die organisieren ihre Termine durchaus selbstständig. Bei den vier Außendienstmitarbeitern, die große Industriekunden betreuen, wäre das auch gar nicht anders möglich. Die Monteure tragen über ihr Firmenhandy ihre Termine farblich markiert in den zentralen Kalender des Betriebes ein. Muss dann bei einem Kunden eine Störung sehr kurzfristig behoben werden, ist sofort zu erkennen, wer den Einsatz übernehmen kann. 

Das Sekretariat der Profi-Wärme-Service GmbH legt jeden Kunden mit Ausschreibungen, Angeboten und Aufträgen an. „LC-Top“ heißt das Programm, mit dem der Betrieb hier arbeitet. Auch die Daten der Abgasmessung werden hier digital verarbeitet und gespeichert. Von jeder Messung wird ein Messprotokoll in der entsprechenden Kundendatei hinterlegt und auch dem Kunden geschickt, so dass die Daten langfristig zur Verfügung stehen. Das sorgt einerseits für Transparenz beim Kunden und hinterlässt einen professionellen Eindruck. Andererseits verbessert diese Vorgehensweise die Qualität, wenn bei der Arbeit an einer Anlage auf den letzten Bericht zugegriffen werden kann, beispielsweise nach dem Einbau eines Ersatzteils. 

Müssten die Messdaten immer noch per Hand notiert und im Büro übertragen werden, wäre der Prozess viel zu zeitaufwändig. Das ist heute zum Glück nicht mehr notwendig. Für die Profi-Wärme-Service GmbH ist die Entwicklung, Messdaten drahtlos auf den Rechner zu übertragen, nicht neu. Hier war der Betrieb vor zwölf Jahren schon Vorreiter. Bereits 2006 schaffte man für die Abgasmessung die Funkmesssonde Wöhler A 600 an. Einige Geräte sind davon heute noch im Einsatz beim PWS. Per Bluetooth sendete die Sonde damals schon drahtlos die Daten der Abgasmessung zum Laptop. 

Heute erfolgt die Übertragung der Messdaten per WLAN. Die Monteure führen die Messungen inzwischen mit dem Abgasmessgerät Wöhler A 450 durch, das 2017 auf den Markt kam. Je nach Messsituation lassen sie sich die Messdaten im Gerätedisplay oder in der dazugehörigen App anzeigen, die sie auf ihr Handy oder Tablet geladen haben. „Seit etwa einem Jahr haben wir uns dann angewöhnt, Messdaten konsequent unmittelbar nach der Messung ins Büro zu senden. Das ist ja jetzt mit nur einem Klick vom Handy aus möglich, so dass dabei keine Zeit verloren geht. Auch können Fehler bei der Messdatenübertragung so nicht mehr passieren. Bei einem großen Landmaschinen-Hersteller warten wir über 100 Anlagen in vier Wochen. Selbstverständlich stellen wir denen die Messprotokolle umgehend zur Verfügung. Da erspart uns das Versenden aus der App heraus enorm viel Aufwand.“ 

Das Abgasmessgerät baut ein eigenes stabiles WLAN-Netz auf, so dass die Datenübertragung zum Smartphone oder Tablet auch auf der Baustelle und im Aufstellraum der Heizungsanlage stets sicher erfolgt. Der Monteur verbindet dann einfach sein Handy mit diesem WLAN-Netz und kann sich die Messwerte in der App anzeigen lassen. Kundendienstmonteur Christian Michel nutzt bei den großen Anlagen der Stadtwerke Osnabrück die App schon während der Einstellungsarbeiten. Hier liegt die Messöffnung in einiger Entfernung zum Brenner. Der Monteur sieht sich die Messdaten dann auf seinem mobilen Endgerät an, während er die Einstellungen vornimmt. Er kann dabei die für ihn günstigste Arbeitshaltung einnehmen, ganz unabhängig von der Positionierung des Messgerätes. Ein langer Messschlauch ist somit nicht notwendig, so dass die Anzeige der Messwerte unverzüglich auf Schwankungen reagiert. Sobald die Werte stimmen, beendet er die Messung mit einem Klick in der App. Ein zweiter Klick ermöglicht schon den Versand des Messprotokolls in verschiedenen Dateiformaten (PDF, CSV, JPG oder XML). Das kann dann per Mail oder Messenger Dienst, z.B. WhatsApp, geschehen. Christian Michel hat hier die Büroadresse voreingestellt, so dass er sie nicht mehr eingeben muss. Bei Bedarf kann er gleich einen Kommentar oder ein Foto mitversenden, die dann in das Protokoll integriert werden.

Bei den kleineren Anlagen der Privatkunden nutzt Christian Michel die App nur zum Versenden des Messprotokolls ins Büro, jedoch nicht während der Messung. Hier arbeitet er lieber „traditionell“, da er das große Farbdisplay des Abgasmessgerätes auch während der Messungen bequem einsehen kann. Es zeigt ihm alle wichtigen Messwerte übersichtlich auf einen Blick. Die Messung kann dann mit einem Tipp auf den Touchscreen gesteuert werden. Der ist so robust, dass er auch Baustellenverhältnisse und schmutzige Finger locker verzeiht. Nachdem er die Messung gestoppt hat, druckt er die Messdaten auf einem kleinen Thermodrucker aus, damit das Messprotokoll dann bis zur nächsten Messung am Kessel verbleiben kann.

Einen Block mit Arbeitsberichten hat übrigens immer noch jeder Monteur der Profi-Wärme-Service GmbH dabei. Hier können Arbeitsstunden, Fahrzeiten, verbaute Materialien etc. eingetragen werden. Viele Noteinsätze erfolgen ja nicht während der üblichen Arbeitszeiten. „Am 1. Weihnachtstag ist auch bei uns das Büro nicht besetzt“, sagt Jörg Berger. Und dann notiert der Monteur – ganz klassisch – mit Stift auf Papier.

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